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Rubrik:Lifestyle
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Autor:Roman Libbertz
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Letzte Aktualisierung:

Triebjagd von Roman Libbertz - Siebenundfünfzigstens

Das Vorwort von Nilz Bokelberg

Roman Libbertz. Literat? Barbesitzer? Nachtlebenlegende? Oder gar Impresario? Das ist doch letztenendes alles egal. Wichtig ist, dass der Priveé-Macher durch die Stadt zieht. Und beobachtet. Genau beobachtet. Er betrachtet das Nightlife nicht von außen, er ist ein Teil des Ganzen. Wie ein Puzzleteil, das einem sagt, welche Teile noch fehlen. Ein innerer Blick in eine oberflächliche Welt. München auf der Couch, wöchentlich an dieser Stelle.
Von da und da

Früher.

Ja, früher, da gab es in München im Grunde nur zwei Diskotheken.
Das „P1“ und das „Parkcafe.“

Das „P1“ gibt es gottseidank, leider, glücklicherweise noch immer.
Nicht nur der Verdienst des eigentlichen Inhabers Franz Rauch, sondern vielmehr eines täglichen, wie nächtlichen Stehaufmännchsens namens Klaus Gunschmann.

Er fing als Türsteher an.
Er ist der Mann, dem „P1“ in den Kopf tätowiert scheint.
Er ist der Mann, der es auf sich nimmt, wenn Fehler geschehen.
Er hat(te) Visionen.
Er ist das „P1“ und das „P1“ heute wie er.

Das „Parkcafe“ ist einem bayerischer Gastronomiebetrieb gewichen.
Hansi Grandl, Konsti Wahl, Thomas Jadrnicek und Norbert Schmitz oder von der glänzenden Blüte, über Techno zum Mainstream. Geschlossen.
Wehmut dringt aus den Augen, fährt man an dem fantastischen Bau in der Sophienstraße vorüber und die flüchtige Spiegelung der Scheiben sorgt für Erinnerungen an das ehemals wilde Treiben.

Vergangenes ist unwiederbringlich, jedoch wird jetzt auch bald vorbei sein.

Heute.

Versucht ein herzliches Dorf in der Nacht eine Großstadt zu werden? Hunderte Clubs und Bars sind über die letzten Jahre aus dem Boden geschossen. Auch der Kunstpark, auf einmal viele Betreiber, dann die Kultfabrik, auf einmal viele Bertreiber mit neuen Locations in der Stadt. Eine globale Welt, in der jeder zur Farblosigkeit erzogen wird? „5000 standarisierte“ Feierwütige jeden Freitag, Samstag, jedes Wochenende. Die Neuen sind da und die alte Garde mit Gunschmann, Hilner, Vaitl, Kern, Deininger, Biederer, Scheffel, Faltenbacher, Springer, Schneider, Schmitz, Meleschko, et cetera bleibt.

Werden die Nächte den langweiligen Tagen gleich?
War früher alles besser?
Keine Szene, dieselben Lieder, „Abgefucktheit“ die einzige Besonderheit, die gleichen, ausdrucklosen Gesichter und die verlorenen Worte.
Früher war alles besser, aber heute ist auch gut.
Jede Zeit hat seine Zeit!
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Kommentare zur News

von
tja laudi es ist ein leidiges thema und hoffen wir mal das ändert sich..die leute können ja, wenn se wollen...:)

spätestens am 11.7. in der regi....das kann nur bombe werden....:)
von
@bucky


die zwei beispiele mit busy und Erol sind wirklich sehr gut und auch wirklich traurig... vllt. ist eher das problem, dass es zu viele menschen gibt die gar nicht wissen wo bzw. welcher bär heute tanzt...
mein comment war durchaus auch auf bands bezogen. früher spielten die wirklich geilen bands NUR in Hamburg und Berlin...inzwischen spielen viel mehr in München und z.b nicht mehr in HH.
Das einzige was ich in muc zum meckern hab, dass manchmal die Dynamik der Leute fehlt. da steht man in nem club wo wirklich gute Mukke läuft (ja, ja subjektiv ich weiß) und dann stehen alle in der Landschaft rum, da geb ich dem Bucky wieder mit dem MSTRKRFT beispiel recht. SO sollte es sein...
von
scheint immer wieder ein thema zu sein, das aufregt....
;)
von
mille grazie
und ich freu mich sehr über die vielen kommentare
von
früher ist das, was heute morgen ist!
von
es ist ja immer die alte, komplexbehaftete frage, die seit jahren gestellt wird. eigentlich wird sie gestellt, seit der jahrhundertwende 19/20 und nach den 6oer jahren, der zweiten blüte schwabings. Und jetzt wieder seit dem wiedervereinigten Berlin.

Die Fragen lauten aber: muss denn München mit den großen Metropolen mithalten? Und die zweite Frage ist: Sind denn die 16-28-jährigen wirklich so unzufrieden mit der münchner party kultur? Und: was bedeutet gutes feiern eigentlich? Welchen Kriterien folgt eine gute Location, ein guter Abend?

München ist schon manchmal etwas bieder, aber wer zig mal im sage club, watergate war (als sie ihre hochzeit hatten), danach ins felix gerannt ist (p1 ersatz) - der kommt schon zu dem schluss, dass berlin besser feiert, aber dass der mehrgewinn unerheblich ist.

Übrigens fragen die Berliner auch immer, ob sie international mithalten können, erst wenn dieser schwachsinn aufhört, sind wir wirklich souverän und müssen nicht ständig woanders hinschielen...
von
ich versteh den laudi auch.ich hab das auch nicht auf alle events bezogen. ich mein viele coole acts kommen tatsächlich irgendwann nach muc. aber wenn ich zb: busy p in der liga anschau wo relativ wenige leute waren oder auch erol alkan mit halbvoller regi, dann tut mir das leid für die verantsalter wenn sie schonmal sowas cooles und mit sicherheit auch teures buchen. liegt halt an den leuten wie roman schon mutmaßend geschrieben hat. ich würde auch nicht nur um der coolen musik willen bei ner veranstaltung draufzahlen wollen. das haben wir mit pornbeat vor ein paar jahren oft genug gemacht. ist nicht gerade angenehm. positives gegenbeispiel: mstrkrft in der regi boys noize in der sonne oder bobble im ampere.
von
danke roman, sehr geil geschrieben! :)
ich bin stolz daruaf ein teil dieser geschichte zu sein, wenn es um das legendäre Parkcafè geht und es erfüllt mich auch mit Wehmut, wenn ich hin und wieder dort essen gehe. Die Erinnerungen sind das was zählen. Novy am Freitag, weiter in die Wunderbar. Der Samstag mit totally housed und der legendäre Mittwoch mit Mike MC, die PK-Hexe, Nobbsi, T-Man etc pp....

Heute hau München viel von seinem Glanz von früher verloren, dank dem Club-overdose, den Flatrate-parties in der Stadt und zuviele Veranstalter-Köche, die den Brei verderben.

Aber mei, da müssen wir wohl alle durch. ;)
in diesem Sinne!
von
teilweise stimme ich bucky zu..
das jedes jahr in einigen locations die gleiche scheiße jahr für jahr gespielt wird is echt bissl nervig..

aber auch laudi geb ich recht..letztes jahr,genauso wie dieses, waren schon einige künstler zu besuch wo es sich mal wieder gelohnt hat richtig schön zu feiern...

im großen und ganzen ist münchen schon ne gute feieradresse..nur die leute lassen zur zeit zu wünschen übrig...:)
von
in dublin geht was....nur darfste vorm feiern n kredit aufnehmen.... ;-)
von
Danke Roman, sehr treffend formuliert.
von
Gott sei Dank sind wir keine Feierstadt wie Berlin oder Eivissa wo Millionen von SPACKEN jedes Jahr drüber herfallen! Und ich mal 5000 auf 1,4Mil. Münchner hochrechne dann ist das nichtma n halbes Prozent der Münchner, also frag ich mich wie sich ein Herr Libbertz dazu erdreisten kann zu behaupten München wolle so sein???
Und zum Thema "Fabrlos"...die Rote Sonne z.B. ist einer der innovativsten und abwechslungsreichsten Clubs die ich kenne (unabhänig davon ob der Sound taugt oder nicht) aber sind ja "alte" bekannte Betreiber...also geht das ja auch nicht....um wieder mal die AUSGELUTSCHTESTE FRAGE ALLER ZEITEN aufzugreifen "War früher alles besser?" Kuze Antwort Nein mit einem aber....lange Antwort Ja mit einem wenn
Mahlzeit!
von
mia san hoid mia
von
ich seh des bisserl anders...
Ich war in Berlin, Hamburg, Paris, Wien,
Nizza, Amsterdam und Brüssel beim feiern. Alles zwar ganz nett und teilweise sind die getränke eben billiger, aber besonders innovativ sind sie dort auch nicht. Ich glaub London/Talinn/Dublin sind derzeit die Städte wo am meisten geht. München find ich trotzdem gut, weil im letzten jahr ungefähr alles gespielt hat was rang&namen hat und ansehen genießt.... deswegen kann ichs ned ganz verstehen.
von
Ich bin normal nich so der Kommentierer aber diesmal muss ich einfach mal meine Zustimmung geben. München versucht es zwar, kann aber irgendwie nicht zur Nightlife Metropole werden.... Das liegt zum Einen an den sich ständig wiederholenden Betreibern (nicht alle!) und Bookings, die getätigt werden und zum Anderen an den wie Roman schon so treffend formuliert hat standarisierten Feierwütigen denen es irgendwie auch egal ist wie sie Feiern... Es reicht Teilweise schon ein kleiner Blick über den Tellerrand z.B.: nach Hamburg um dessen gewahr zu werden. Merci
von
@herzblatt&alte semmel
da mach ich mir auch keine sorgen! alkoholiker sterben früher... ;P
von
rüchtüüüüch!!!
von
herzibuberl
vorsicht, weil nämlich soooo alt wie du ausschaust wollen s' knepferl und s'xaverl niemals nicht werden :P
von
APPLAUS FÜR KLAUS!
von
tja du alte Semmel, dann pack ma die Koffer....^^
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