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Rubrik:Lifestyle
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Autor:Roman Libbertz
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Letzte Aktualisierung:

Triebjagd von Roman Libbertz - Dreiundfünfzigstens

Das Vorwort von Nilz Bokelberg

Roman Libbertz. Literat? Barbesitzer? Nachtlebenlegende? Oder gar Impresario? Das ist doch letztenendes alles egal. Wichtig ist, dass der Priveé-Macher durch die Stadt zieht. Und beobachtet. Genau beobachtet. Er betrachtet das Nightlife nicht von außen, er ist ein Teil des Ganzen. Wie ein Puzzleteil, das einem sagt, welche Teile noch fehlen. Ein innerer Blick in eine oberflächliche Welt. München auf der Couch, wöchentlich an dieser Stelle.
Feststellungen

Du tauchst mit Freunden in die Nacht.
Hier und dort werden Fremde zu Bekannten.
Das Klirren von Getränken. Das Lachen. Überall Wörter.
Lichter um Menschen in der Dunkelheit.

Lebensgeschichten und Jagdversuche.
Das Streben nach Zweisamkeit.
Hier und dort werden Fremde zu Vereinten.
Lichter um Menschen in der Dunkelheit.

Morgengrauen. Ein paar trunkene Seelen.
Das Streben nach Zweisamkeit.
Hier und dort kämpfen sie weiter, immer weiter, teils unerbittlich gegen sich selbst.
Alkoholiserte Menschen leuchten in der helllichten früh nicht.

Kommentare zur News

von
Feststellung zu Feststellungen:

Sehr gut.
von
erinnert mich an:

Das Hurenhaus

Wir hörten, wie wir schritten, Tanz

Die Straße her im Mondenglanz

Und blieben stehn vorm Hurenhaus.

Von drinnen überm Lärm und Treiben

Kam laut ein Walzer durch die Scheiben,

"Das treue, liebe Herz" von Strauß.

Und gleich mechanischen Grotesken

Mit viel phantast’schen Arabesken

Sahn wir den Zug der Schatten gehen,

Zu Horn und Geige übers Fenster

Gleiten die tanzenden Gespenster

Wie Blätter schwarz im Windeswehn.

Gleich automatischen Skeletten

Chassierten schlanke Silhouetten

Vorbei zum Takt der Pastourelle,

Dann würdig, Hand in Hand zum Pfande,

Tanzten sie eine Sarabande;

Ihr Lachen widerhallte gell.

Bald sah man eine Liebesgruppe

Von Spukphantom und Räderpuppe,

Bald sangen sie ein Rigaudon,

Bald trat, im Mund die Zigarette,

Schwarz eine grause Marionette

Ganz wie ein Mensch auf den Balkon.

Ich sprach, zu meinem Lieb gewandt:

"Die Toten tanzen Hand in Hand,

Staub mit dem Staub im Wirbelbraus."

Doch sie, sie hörte Geigenchor

Und ging von mir und trat ins Tor:

Die Liebe in der Wollust Haus.

Da plötzlich klangen Dissonanzen,

Die Tänzer waren müd vom Tanzen,

Die Schatten wirbelten nicht mehr,

Und durch die lange Straße nun

Kroch grau der Tag auf Silberschuhn

Wie ein verschüchtert Mädchen her.
von
toll:)
1-3 von 3

MY:NA

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