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Rubrik:Musik, Szene, Kultur
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Autor:Redaktion
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UPDATE: GEMA-Tarifänderung 2013

Die geplanten Änderungen in den Tarifen der GEMA versetzten Veranstalter und Musiknutzer in Angst und Schrecken und könnte für viele Clubs das Aus bedeuten.
Video der Pressekonferenz am 17.04.2012:



Die GEMA ist aktuell in aller Munde. Den meisten Musik-Freunden ist sie primär von der Info bekannt, dass sie aus unerfindlichen Gründen das Youtube-Video ihrer Lieblingsband nicht ansehen dürfen. Die „deutsche Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ vertritt staatlich anerkannt die Rechte von Musikschaffenden. Gebühren an die GEMA müssen alle diejenigen zahlen, die in einem nicht-privaten Rahmen Musik abspielen – so auch dein Lieblingsclub.

Die vorgesehene große Tarifumstellung bringt vor allem die Musikveranstalter auf die Barrikaden. Anders als wie bisher in elf Einzeltarifen geregelt soll ab Januar 2013 nur noch zwischen zwei Tarifen – Live-Musik und Tronträgermusik – unterschieden werden.

Eine neue Preispolitik soll alles überschaubarer machen und Vergünstigungen bringen, so die GEMA selbst. In der Tat müssten billige Veranstaltungen mit kleinen Eintrittspreisen weniger zahlen, da die GEMA-Gebühren künftig nur noch von der Veranstaltungs- größe (bezogen auf die Fläche) und der Höhe des Eintrittsgeldes abhängig sein sollen.

Das jedoch ist reichlich pauschal gedacht – was, wenn etwa mal die großen Besucherzahlen ausbleiben? Der Einzelfall wird hierbei kaum beachtet.

Gerade Veranstaltungen mit hochkarätigem DJ-Bookings jedoch müssen mehr Eintritt verlangen, um sich zu finanzieren - außer vielleicht die DJs haben Lust, sich mit einem Bier bezahlen zu lassen und mit dem Fahrrad anzureisen.

Insbesondere mittelgroße Clubs würden immens unter den Tarifänderungen leiden. Ihre Ausgaben für eine reguläre Veranstaltung würden sich nach der neuen Regelung um mehrere hundert Prozent erhöhen und im Jahr Zehntausende an zusätzlichen Ausgaben bedeuten. An einem Beispiel verdeutlicht: Eine mittelgroße Disko müsste statt aktuell 20.000 Euro ab dem nächsten Jahr um die 140.000 Euro Gebühren an die Gema zahlen.

Wieso das alles auch diejenigen etwas angeht, die eigentlich nur in Ruhe feiern wollen, liegt auf der Hand: müssen die Clubbetreiber derart erhöhte Gebühren zusätzlich zu ihren Ausgaben für Booking und Betrieb bestreiten, kann sich das auch auf die Eintrittspreise auswirken – oder den Club gänzlich an den Rande seiner Existenz bringen.

Wir von den Nachtagenten sind der Überzeugung, dass die Änderungen in der Tarifstruktur der GEMA deutlich zu kurz gedacht sind und eine enorme Gefahr für Clubs, Veranstalter und die Qualität des Nachtlebens darstellen. Deshalb fordern wir alle unsere User auf, an der Petition gegen die Tarifreform teilzunehmen und damit ein deutliches Signal zu setzen.

Kommentare zur News

von
Initiative "Kultur-retten.de" online.
Dort gehe wir auf breiter Front gegen die neuen GEMA Tarife ab 2013 vor.
kultur-retten.de

Facebook unter:
www.facebook.com/kulturretten.de"
von
bitte gerne, check auch das video von der pk in münchen...
von
Danke an alle Nachtagenten :)

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Rauh
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