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Rubrik:Musik
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Turntablerocker: einszwei - der Soundtrack einer Nacht
Mit "einszwei" bringen die Turntablerocker aka Michi Beck und Thomilla im März ihr frischestes Presswerk auf den Markt und präsentieren damit nach "Classic" (2001) und "Smile" (2002) ihren dritten Longplayer.

Doch heute, 17 Jahre später, ist man sich der immensen Bedeutung dieser schicksalhaften Zusammenkunft durchaus bewusst. Und sie ist groß, diese Bedeutung. Immerhin haben Michi und Thomilla ihre wachsende Begeisterung für elektronische Club-Musik nicht nur durch die Veröffentlichung zweier Alben und diversen Maxis Tribut gezollt, sondern sich trotz der immensen Erweiterung ihres künstlerischen Horizonts stets ihre eigene Identität bewahrt. Anstatt auf den erfolgreichen Zug der Techno-und Minimal-Szene Richtung Nirgendwo aufzuspringen, haben sie sich eigenständig und selbstbewusst eine musikalische Offenheit erhalten, die sie eben nicht nur als DJs und Produzenten auszeichnet, sondern die sie zu ernst zu nehmenden Künstlern macht. Und zwar keine Künstler im Sinne einer elitären Selbstausgrenzung, sondern Künstler im Sinne eines gemeinsamen musikalischen Nenners. Eines Nenners, der Menschen verschiedenster Coleur zusammenführt und zum Sound der Turntablerocker miteinander in Einklang bringt.

„Wir haben unsere Musik mal als Electronic Wildstyle beschrieben, und das trifft es nach wie vor ganz gut“, findet Thomilla. „Wir kombinieren stets viele verschiedene Elemente miteinander, sodass wir mit einem Mindestmaß an künstlerischer Narrenfreiheit irgendwann eine genrefreie Zone erreichen, in der wir uns schlussendlich erschöpft und zufrieden niederlassen.“
Und so ist nach den beiden Vorgängeralben „Classic“ (2001) und „Smile“ (2002) auch „einszwei“ wieder etwas vollkommen Neues geworden. Ein selbstkreierter Wildstyle-Boogie zwischen Cosmic-Disco, Classic-House und gelegentlichen HipHop-Backflashes. Ein discoides Pop-Club-Album im Spannungsfeld von 110 und 120 BpM. Eine kreative Annäherung an das Turntablerocker-Live-Erlebnis in Albumform.
„Die Welt ist eine Scheibe, schwarz und rund, lass sie weiterdrehen im Kreis herum.“ (d.w.i.e.s.)
Zeilen wie diese aus dem Stück „d.w.i.e.s.“ sind es, die den Rückblick auf die Turntablerocker-Vergangenheit mit einem Versprechen für deren musikalische Zukunft kombinieren. Zeilen, deren tieferer Sinn sich dennoch weniger durch ihr inhaltliches Verständnis definiert, sondern durch ihre unmittelbare Erfahrbarkeit in Form der sie umgebenden Musik. Zeilen, die im Turntablerocker-Kontext erstmals auf deutsch formuliert wurden. „Deutsche Texte waren für uns als Club-Act ein Wagnis“, gesteht denn auch Michi Beck, „denn zu deutschen Texten wird selten getanzt. Doch ich glaube, uns ist der Balance-Akt ganz gut gelungen, nicht nur zum Zuhören zu verführen, sondern in Kombination mit der Musik auch emotional sehr viel näher an unser Publikum heranzurücken. Auch die Gesangs-Performances von Gast-Vokalisten wie Komi Togbonou, Miss Platnum und Vanessa Mason haben daran sicherlich einen entscheidenden Anteil.“
Herausgekommen ist dabei ein lupenreines Konzeptalbum, denn „die Platte markiert von vorne bis hinten den Soundtrack für eine Nacht“, wie Michi erklärt. „Beginnend mit einem Beziehungsdrama führen wir die Zuhörer durch die Clubs der Stadt, tanzen mit ihnen dem Sonnenaufgang entgegen und fangen mit einer Horde tanzwütiger Partypeople dann auf einem Hotelzimmer wieder von vorne an.“

Beeindruckend ist vor allem die aufwändige Produktionsweise, die der Platte zugrunde liegt. Denn alle Songs wurden nach ersten Layouts mit klassischen Instrumenten eingespielt, danach wieder aufs Wesentliche reduziert, um im Anschluss noch einmal elektronisch bearbeitet zu werden. Michi: „Es sollte weder muckermäßig noch klar klingen, wie es das nach traditionellem Einspielen in der Regel tut. Also haben wir die einzelnen Fragmente aus den Aufnahme-Sessions am Ende digital verkünstelt und elektronisiert, dabei aber trotzdem Wert darauf gelegt, den menschlichen Groove zu erhalten, der dem Sound die nötige Wärme verleiht.“
„einszwei“ ist demnach genau das geworden, was man sich erhofft hatte, aber sicherlich nicht, was man erwarten konnte: Die logische Konsequenz aus der musikalischen Sozialisation von Michi Beck und DJ Thomilla, ihren langjährigen Live-Erfahrungen als weltweit gefragtes DJ-Team sowie ihrem gereiften Gespür für musikalische Arrangements und Harmonien.
Zu viel Gefühl, zu wenig Zeit, zusammen mit euch zu allem bereit.“ (einszwei)
Sobald uns das neue Album zu Ohren kommt, werden wir umgehend darüber berichten!
VÖ: 30. März 2012 | Label: CASABLANCA/Universal
Album Release Tour:
24.02.2012 Regensburg, SUITE 15
25.02.2012 Münster, Fusion
02.03.2012 CH-Laax, Riders Palace
03.03.2012 A-Dornbim, Conrad Sohm
10.03.2012 Düsseldorf, The Attic
13.03.2012 A-Wien, Flex
16.03.2012 München, Harry Klein
23.03.2012 Hamburg, Übel und Gefährlich
24.03.2012 Köln, Gloria
30.03.2012 Berlin, Weekend
31.03.2012 Stuttgart, Rocker 33
13.04.2012 Leipzig, Velvet
14.04.2012 CH-Zürich, Hive Club
Weitere Infos: www.turntablerocker.com





Pressekonferenz - Paul Kalkbrenner am 21.05.2012 in München