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Rubrik:Kolumne
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Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertvierundzwanzig
Das Vorwort von Nilz Bokelberg:
Roman Libbertz. Literat? Barbesitzer? Lyriker? Oder gar Impresario? Das ist doch letztenendes alles egal. Wichtig ist, dass der Priveé-Macher durch die Stadt zieht. Und beobachtet. Genau beobachtet. Er betrachtet das Nightlife nicht von außen, er ist ein Teil des Ganzen. Wie ein Puzzleteil, das einem sagt, welche Teile noch fehlen. Ein innerer Blick in eine oberflächliche Welt. München auf der Couch, wöchentlich an dieser Stelle.
Roman Libbertz. Literat? Barbesitzer? Lyriker? Oder gar Impresario? Das ist doch letztenendes alles egal. Wichtig ist, dass der Priveé-Macher durch die Stadt zieht. Und beobachtet. Genau beobachtet. Er betrachtet das Nightlife nicht von außen, er ist ein Teil des Ganzen. Wie ein Puzzleteil, das einem sagt, welche Teile noch fehlen. Ein innerer Blick in eine oberflächliche Welt. München auf der Couch, wöchentlich an dieser Stelle.

Zusammen kämpfen wir uns durch die Münchner Nacht. Schlechter als Recht, denn dieses Vorglühen kenne ich seit meinen Pubertätstagen nicht mehr.
„Hat der Laden von Klaus Gunschmann schon eröffnet?“
Beide haben wir keine Antwort. Suchen in dieser Nacht nicht nach weiteren Fragen und betreten irgendeinen der Clubs am Maximiliansplatz.
„Lange nicht mehr hier gewesen, wie?“
Wenn man über dreißig ist, wird das schlimm mit dem Kater, aber warum sollte ich antworten? Zwei Mädels an der Bar laden uns auf Drinks ein, oder wir sie. Belanglose Gespräche und was machst Du so?
„Ich hab so lange nicht mehr mit einem Mann geschlafen. Ich weiß überhaupt nicht mehr richtig, wie sich das anfühlt!“
Diese unsägliche "Black Eyed Peas"-Nummer schwappt durch die Lautsprecher auf die johlende Tanzfläche. Irgendetwas spiegelt sich hier, aber ich habe keine Lust drauf zu kommen.

„Heute ist Vollmond.“
„Wärst Du besser daheim geblieben.“
„Auf dem Sofa, ja.“
Plötzlich ist draußen vor der Tür Geschrei zu hören. Neugier und Alkohol, dumme Mischung.
Ein kleiner Hip-Hopper streitet sich mit seiner blutjungen Freundin, als zwei bullige Türsteher ihn grundlos auf den Boden werfen. Er schreit. Sie schreit. Glitzern in den Augen der Schränke. Dann ein Schlag. Ein dumpfes Geräusch. Ein Kopf gegen den Bürgersteig. Noch mal. Noch mal. Blut auf dem Grau.
„Musst du kotzen?“
Meine Begleitung versucht sich noch die Hand vor den Mund zu schlagen, da spritzt es bereits aus ihrem Mund. Vodka Cranberry gesellt sich zum Dunkelrot.
Wenn der Mond doch nur einmal explodieren würde.......
Post scriptum:
Das Weinfest im Allgäu am selben Abend wäre schöner gewesen.
www.romanlibbertz.de
roman@romanlibbertz.de
Bereits geschrieben:
Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertdreizehn
Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertvierzehn
Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertfünfzehn
Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertsechzehn
Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertsiebzehn
Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertachtzehn
Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertneunzehn
Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertzwanzig
Triebjagd von Roman Libbertz - Einhunderteinundzwanzig
Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertzweiundzwanzig
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