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Rubrik:Kolumne
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Autor:Roman Libbertz
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Letzte Aktualisierung:

Triebjagd von Roman Libbertz - Einhundertelf

Das Vorwort von Nilz Bokelberg

Roman Libbertz. Literat? Barbesitzer? Nachtlebenlegende? Oder gar Impresario? Das ist doch letztenendes alles egal. Wichtig ist, dass der Priveé-Macher durch die Stadt zieht. Und beobachtet. Genau beobachtet. Er betrachtet das Nightlife nicht von außen, er ist ein Teil des Ganzen. Wie ein Puzzleteil, das einem sagt, welche Teile noch fehlen. Ein innerer Blick in eine oberflächliche Welt. München auf der Couch, wöchentlich an dieser Stelle.
Nur kurz das nette Berlin, bereist mit Axels orangenem Ungetüm

Grill Royal
Früher mein Lieblingsladen, vom Interieur immer noch, aber weder vom Essen noch vom Service leider mehr, trotzdem noch nett.

White Trash
Immer wieder nett, gerade wenn Bands spielen, jedoch ist der Rotwein, wegen seiner Eigenschaft am nächsten Tag Trümmer im Gehirn zu hinterlassen, nicht bestelltwerdensfähig.

Rodeo Club
Früher zu Johannes Finkes Wirkungszeiten ein angenehmer Club mit schönem Kuppelsaal, heute ein bisschen Touristen und kiddieüberrannt, aber nett.

Bar tausend
Nur eine silberne Stahltür, dann verspiegelte Decken, Designerlampen, viel schwarz.
Was mir als absoluter In-laden angepriesen wurde, war so glaube ich der größte Reinfall in Sachen Party, an den ich mich seit, keine Ahnung, jedenfalls eine Ewigkeit erinnern kann.
Zur Kritik:
Irgendwo halb voll, was mir im Grunde sehr Recht ist, da im Vergleich zur Münchner Leidenschaft auf Füßen zu trampeln, Bewegungsfreiheit gewährleistet war.
Musik irgendwas zwischen Bob Marley und Michael Jackson, im Grunde auch nicht so schlimm, wenn von zwei bis halb fünf Uhr früh nicht; und das habe ich gezählt; 11 Michael Jackson und vier Bob Marley Lieder gespielt worden wären.
Publikum irgendetwas a la Maximilians vor acht Jahren. Ein bisschen alt, ein bisschen sehr jung, aber auch schlecht gekleidete Möchtegerns.
Irgendwie nicht der Abend im Tausend, nichtsdestotrotz hatte ich es mit J.F., J.O., A.S, A.H und T.B. sehr nett.
Paris Bar
Eine gute bis solide Weinauswahl (der Pinot Noir für 29 Euro ist sehr zu empfehlen, auch wenn er bisweilen auf 10 Grad runtergekühlt wird), sehr freundliches, entspanntes Personal. Einfach nett.

103
Leckeres Frühstück, aber man muss manchmal über eine Stunde auf sein Essen warten; ich jedenfalls, Nicht nett.

ICE
Ned Pünktlich.

Post scriptum.

Bester Spruch:
„Bist du im Chat oder warum hast du die ganze Zeit dein Handy in der Hand?“

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