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Rubrik:Musik, Szene
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Letzte Aktualisierung:
Totgesagte leben länger – Raveline & FAZE Magazin
Nach der Insolvenz des A.E.C. Geronimo Verlags, bei dem die Raveline erschien, war das Ende des Magazins für elektronische Musik im Dezember nah. Doch getreu einer Lebensweisheit leben Totgesagte einfach wirklich länger. Die Raveline ist zurück und daneben liegt bald auch das FAZE Magazin in den Verkaufsständern.
„Le roi est mort, vive le roi», „Der König ist tot, es lebe der König“, so lautete einst die Formel, wenn der Tod eines Monarchen und gleichzeitig dessen Nachfolge durch einen neuen Monarchen bekannt gegeben wurde. Vor einigen Wochen wurde quasi der Tod einer der drei großen Magazine im Bereich der elektronischen Musik verkündet: Der Verlag, bei dem die Raveline erschien, meldete Mitte Dezember Insolvenz an und damit das vermeintliche Ende einer 19jährigen Magazin-Geschichte (wir berichteten).
„Le roi est mort, vive le roi», „Der König ist tot, es lebe der König“, so lautete einst die Formel, wenn der Tod eines Monarchen und gleichzeitig dessen Nachfolge durch einen neuen Monarchen bekannt gegeben wurde. Vor einigen Wochen wurde quasi der Tod einer der drei großen Magazine im Bereich der elektronischen Musik verkündet: Der Verlag, bei dem die Raveline erschien, meldete Mitte Dezember Insolvenz an und damit das vermeintliche Ende einer 19jährigen Magazin-Geschichte (wir berichteten).

"Im März wird mit FAZE ein neues Magazin für elektronische Musik das Licht der analogen und digitalen Zeitschriftenkioske erblicken, das fortan eine Lücke im Regal schließt und Brücken baut zwischen unterschiedlichen Genres eines breit gefächerten Bereichs. In FAZE wird jede Art elektronischer Musik ihren Platz finden, sofern sie ihre Berechtigung und ihre Anhänger hat. Statt mit einer elitären Themenauswahl wird sich FAZE durch Artenvielfalt und Objektivität auszeichnen. FAZE möchte daran erinnern, dass die Clubszene einer musikalischen Aufbruchstimmung zu Beginn der 90er-Jahre entstammt, deren Mantra »Love, Peace, & Unity« lautete, welches es wert ist, auch im 21. Jahrhundert noch von Bedeutung zu sein.
Erwartet werden dürfen zahlreiche Interviews mit Künstlern aus sämtlichen elektronischen Musiksparten und diversen angrenzenden Genres, interessante News aus der Szene, spannende Specials zu club- und musikaffinen Themen, unzählige Plattenkritiken, Lifestyle von heute und morgen, die neuesten Technikberichte, jede Menge Partytipps und noch vieles mehr. Besonders stolz sind wir darauf, verkünden zu dürfen, dass die heiß begehrten Comics von Bringmann & Kopetzki, Eulbergs Heimische Gefilde und die stets stark polarisierende Kolumne von Tom Novy mit FAZE eine neue Heimat gefunden haben.
Diese Entwicklung hat natürlich einen Grund. Im November 2011 beschlossen Redaktion und Grafik, der Vergangenheit, dem einst anerkannten Magazin Raveline und dem dahinter stehenden, insolventen Verlag den Rücken zu kehren. Ziel dieser nicht einfachen Entscheidung war die Zurückgewinnung und Bündelung im Vorfeld verloren gegangener Energien, um so etwas Neues und Frisches auf die Beine zu stellen. Die Musik ist die Sprache der Leidenschaft – und dieser nicht neuen Erkenntnis wollen wir mit FAZE nun monatlich mehr als gerecht werden."

Damit gesellen sich zur de:Bug und zur Groove neu das FAZE Magazin und erneut die Raveline ins Regal für elektronische Musik. Welches Magazin nun das Rennen machen wird, lässt sich schwer abschätzen und obliegt wohl auch subjektiven Gesichtspunkten. Und ob der Markt aktuell für ein weiteres, genrebezogenes Magazin genug Absatzmöglichkeiten bietet, nun, auch das liegt in den Sternen.
Doch eines ist fürs erste zweifelsfrei – statt eines bedauerlichen Verlusts für die rave-affine Leserschaft kann man definitiv von einem Gewinn sprechen. Doch ein Krieg ohne Opfer ist eher selten und so bleiben unsere Blicke aufs Schlachtfeld gerichtet um Euch auch weiterhin auf dem Laufenden zu halten.






