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Rubrik:Lifestyle, Kolumne
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Julia wundert sich über … Gewalt im Nachtleben
Die Welt ist schon ein sonderbarer Ort. Allerlei Skurriles findet sich offline wie online. Mal regt es zum Nachdenken an, mal versüßt es den Tag und verhilft zu einem spontanen Schmunzeln. Unsere Agentin Julia wird für Euch wöchentlich über Absurditäten, Irrlichter und den ganz normalen Wahnsinn des Alltags berichten. Ihr Einblick in den urbanen oder vernetzen Dschungel verspricht ungewohnte Perspektiven, ominöse Begegnungen und Überraschendes.


In Frankfurt wurden am Samstag darauf (07.08.2010) zwei Mädels und ihr Begleiter nach einem Discobesuch von einer 6-köpfigen Männergruppe attackiert. Mit Gürteln droschen sie auf die drei ein, traten sogar noch zu, als sie schon auf dem Boden lagen, und klauten 400 Euro. Sie waren in der Innenstadt unterwegs, im Bahnhofsviertel.
Auch in Hamburg läppern sich diesen Sommer die Fälle von roher Gewalt im Nachtleben. Im Juli wurde ein Türsteher der Bar Cool krankenhausreif geschlagen, am 30.07.2010 wurde ein 27-Jähriger auf der Reeperbahn schwer verletzt. Ein 18-Jähriger war mit einem Messer auf ihn losgegangen und steht jetzt wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Das Hamburger Abendblatt fragte daraufhin bei verschiedenen Wirten und Clubbetreibern nach. Tenor der Szenekenner: In den Bars und Kneipen sei es sicher, aber das Aggressionspotenzial auf der Straße hat zugenommen.
Keine Partymetropole aber auch ein übles Pulverfass ist Rosenheim, ein etwas verschlafenes Städtchen in Oberbayern. Was hier am Wochenende im Stadtzentrum abgeht ist kaum zu glauben: demolierte Autos, immer wieder Drogentote, strunzbesoffene Mid-20er, die an Samstagnachmittagen von der Polizei eingesammelt werden, Vergewaltigungen auf Volksfesten und Massenschlägereien in Discos. Mittlerweile wird die Innenstadt sogar schon videoüberwacht, um wenigstens ein bisschen Sicherheitsgefühl wiederherzustellen.

Wird das Nachtleben immer brutaler?
Einige Städte haben auf die nächtlichen Krawalle politisch reagiert. In Stuttgart z.B. gibt es seit Ende 2009 das Präventionsprojekt "Nightwatch – Aktion für sicheres Nachtleben in Stuttgart". Dazu gehören u.a. Club-übergreifende Hausverbote für gewaltbereite Gäste, die mindestens zwei Jahre lang gültig sind (teilnehmenden Läden sind z.B. das Zapata, der Landespavillon, die Buddha Lounge, das Wohnzimmer, die Finca, The Paris, und die Corso Bar). In Heidelberg wurde eine Petition gegen Lärm, Dreck und Randale gestartet. Mit "Rettet das Heidelberger Nachtleben" riefen die ortsansässige Bürgerinitative LindA, die Polizei und der amtierende OB gegen "Wildpinkler, Ruhestörer und Schlägereien" auf. Bisher mit wenig Erfolg.
Denn was kann Politik schon gegen eine ganze Partykultur ausrichten, die so dermaßen aus dem Ruder läuft?
Fotos: flickr (3)/ wayneandwax
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Julia wundert sich außerdem über...
... die katholische Kirche
... Männer, die zum Putzen gezwungen werden
... den Elvis-Effekt
... Hygiene-Exhibitionisten
... Vuvuzelas
... den Nichtraucher-Krieg
... Weltmeisterschaften
... Deutschland im Ausland
... Kunst, die krank macht
... klitzekleine Hunde
... schlechte Horrorfilme
... den urbanen Konsum-Mash-up
... Sexismus
... Doppelmoral in Sachen Pädophilie
... Werbung
... den 1. April
... Bushido
... Diego Maradona
... die EU
... schlechte Manieren
... DSDS
... die Ägypter
...die GEZ
... Das A-Team
Kommentare zur News
von
Weiß zwar nicht was das mit dem Sommerloch zu tun hat, aber gut...
Das Thema ist leider immer wieder aktuell - nicht unbedingt ein Nachtleben-spezifisches dafür aber ein gesellschaftliches Problem.
Das Thema ist leider immer wieder aktuell - nicht unbedingt ein Nachtleben-spezifisches dafür aber ein gesellschaftliches Problem.
von
Noch een Wort,
und ick hau dir uff'n Kopp,
dette durch de rippen kiekst,
wie der affe durchs jitter!
und ick hau dir uff'n Kopp,
dette durch de rippen kiekst,
wie der affe durchs jitter!
von
"mitten unter der woche" finde ich zu ferien-, semesterferien- und urlaubs-zeiten nicht wirklich erschreckend.
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