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Rubrik:Lifestyle, Kolumne
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Julia wundert sich über ... Diego Maradona
Die Welt ist schon ein sonderbarer Ort. Allerlei Skurriles findet sich offline wie online. Mal regt es zum Nachdenken an, mal versüßt es den Tag und verhilft zu einem spontanen Schmunzeln. Unsere Agentin Julia wird für Euch wöchentlich über Absurditäten, Irrlichter und den ganz normalen Wahnsinn des Alltags berichten. Ihr Einblick in den urbanen oder vernetzen Dschungel verspricht ungewohnte Perspektiven, ominöse Begegnungen und Überraschendes.

Diego 1981 (Foto: El Gráfico/wikipedia)
Aber einen Unterhaltungsfaktor hatte das Spiel: das strubbelige Pummelchen auf der argentinischen Trainerbank - Diego Maradona, das ewige Stehaufmännchen. Ob er, seit 2008 zigarrenpaffender Trainer der Argentinier, seine Mannschaft wirklich zum Sieg gecoached, oder einfach nur als knuffiges Maskottchen fungiert hat, das sei mal dahingestellt. Ist auch eigentlich völlig Wurst. Denn erstens sind die Argentinier von Natur aus begnadete Fussballer und brauchen gar keinen Trainer, und zweitens ist Diego Maradona in seiner Eigenschaft als Nationalheld viel zu sehr mit seiner eigenen Person beschäftigt, als dass er sich um seine Jungs kümmern könnte.
Dafür hat er andere Qualitäten - Eloquenz z.B. Unvergessen sein Bonmot "Es war die Hand Gottes, aber der Kopf Maradonas." Was für ein wunderbarer Euphemismus! Im Sinne der Spielregeln sagte man zwar: "Der kleine Mann hat den Ball mit der Hand ins Tor befördert" – damals, 1986, als die schwarzhaarige Rennsemmel gleich beide Tore im 2:1 gegen England versenkte. Aber bei Diego geht das natürlich nicht - das wäre ja Gotteslästerung (zumindest in seiner Heimat, wo es gar eine Iglesia Maradoniana, die 'Kirche des Maradona', gibt). Und zugegeben: Das zweite Tor des Spieles war redlich verdient. Nicht umsonst krönte die FIFA die Grazie und Geschmeidigkeit, mit der Maradona sieben Briten umdribbelt hat, mit dem Titel "Tor des Jahrhunderts".
Hier noch mal dancing Diego von 1986:
Hier noch mal dancing Diego von 1986:

Diego 2005 (Foto: Stuckert/wikipedia)
Nein, ein Engelchen war er nie, der Diego. Und trotzdem zieht die ganze Fussballwelt den Hut vor ihm, denn seine Narrenfreiheit hat er sich hart erarbeitet - wenige Personen sind öffentlich so tief gefallen und immer wieder aufgestanden. Das müssen der Lothar mit seiner minderjährigen Freundin und der Kaiser Franz mit seinem Kindergarten erst mal nachmachen.
Julia wundert sich außerdem über
... die EU
... schlechte Manieren
... DSDS
... die Ägypter
...die GEZ
... Das A-Team
... die Brigitte
... den Nacktscanner
... das Jahr 2010
... die Polizei
... Männer und Frauen
... die Farbe Lila
... den Weihnachtswahn
... das Gesetz
... Geldgeilheit
... Pechvögel
... dumme Tiere
... die deutsche Sprache
... Psychologen
... die Pornoindustrie






