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Rubrik:Lifestyle, Szene, Kolumne
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Julia wundert sich über ... den Nacktscanner
Die Welt ist schon ein sonderbarer Ort. Allerlei Skurriles findet sich offline wie online. Mal regt es zum Nachdenken an, mal versüßt es den Tag und verhilft zu einem spontanen Schmunzeln. Unsere Agentin Julia wird für Euch wöchentlich über Absurditäten, Irrlichter und den ganz normalen Wahnsinn des Alltags berichten. Ihr Einblick in den urbanen oder vernetzen Dschungel verspricht ungewohnte Perspektiven, ominöse Begegnungen und Überraschendes.

Foto: Zoe Talkin/www.sxc.hu
Aber versteckte Stecker hin oder her, ich hab diese ganze Diskussion nie verstanden. Mal im Ernst, was gibt’s da zu verkomplizieren? Erstens: Wir werden heute sowieso schon durchleuchtet, statistisch erfasst und vergläsert wie noch nie. Wer einen neuen Pass hat, muss Fingerabdrücke abgeben, und wer online aktiv ist, hinterlässt seine Fußspuren im Netz, die noch Jahre später rekonstruiert werden können. Fakt ist doch: Wir machen uns selber durchsichtig – und zwar freiwillig. Wir nehmen an Befragungen teil, wir zahlen online- wie offline mit EC- oder Kreditkarte, wir legen Kundenkonten an, wir pflegen Xing-, myspace- und Facebook-Profile, wir taggen uns selbst auf Fotos.

Foto: Dave Elyzium/www.sxc.hu
Denn Sicherheit gewährleisten ist letztlich nicht mehr und nicht weniger als das: ein Job. Seinen Arzt würde man schließlich auch nicht bitten, eine Ferndiagnose am Telefon durchzuführen oder auf das Röntgen- oder Kernspinbild zu verzichten. Interessanterweise werden diese auch nicht sensationslüstern als Nacktscanner bezeichnet, obwohl sie doch nichts anderes sind.
Drittens: Lieber ein peinlicher Moment am Check-in als im dümmsten Allah kennenlernen. Das soll jetzt kein Seitenhieb gen Islam sein, aber auf ein Shakehands mit Mohammed bin ich wirklich nicht scharf (wir hätten uns nicht viel zu sagen).

Foto: Zoe Talkin/www.sxc.hu
Aber wo wir schon mal dabei wären, da hätte ich noch was gerne gewußt, nur so der Vollständigkeit halber: Was kriegen denn die Mädels als Belohnung? Etwa 72 männliche Jungfrauen? Nicht mal aufgeklärt, geschweige denn eingeritten?
Mhmmm.
Gibt es dann vielleicht einen H&M bei Euch? Oder eine Disco?
Oder wenigstens eine Playstation?
Nicht?
Dann lasst uns mal lieber die Nacktscanner anschmeißen.
Kommentare zur News
von
ich finde die einzige kritik an dem ganzen nacktscannen ist die gesundheit! menschen die viel fliegen werden also auch viel "gesannt" was eher einem röntgen gleich kommt. und das ist bullshit fürs immunsystem und die lebenserwartung.
und was ist mit kleinkindern? müssen ja auch gesannt werden von kopf bis fuß. nein nein das finde ich nicht gut... gar nicht gut.
und was ist mit kleinkindern? müssen ja auch gesannt werden von kopf bis fuß. nein nein das finde ich nicht gut... gar nicht gut.
von
Nacktscanner ist doch ein Paradies für Exhibitionisten, die Flugquote wird sprunghaft ansteigen *prophezeih* *g*
von
och silium,
Warst Du mal in Asien? Wenn nicht, flieg mal nach Bangkok und durchlauf mal die ganzen Sicherheitskontrollen. Dagegen ist unsere läppische Passkontrolle Kindergeburtstag. Ich wette, dass Bodyscanner in nem Jahr überall Standard werden.
War klar, dass es bei diesem Thema Kritik hagelt - die Deutschen mit ihrer NS-Vergangenheit haben einfach ein Problem mit staatlicher Kontrolle.
Warst Du mal in Asien? Wenn nicht, flieg mal nach Bangkok und durchlauf mal die ganzen Sicherheitskontrollen. Dagegen ist unsere läppische Passkontrolle Kindergeburtstag. Ich wette, dass Bodyscanner in nem Jahr überall Standard werden.
War klar, dass es bei diesem Thema Kritik hagelt - die Deutschen mit ihrer NS-Vergangenheit haben einfach ein Problem mit staatlicher Kontrolle.
von
Deine Meinung zum leichtfertigen Umgang mit unseren Freiheiten ist sicher nicht beleidigend. Auch nicht Deine Meinung, der Austausch von Freiheit durch Sicherheit führe zum Verlust von beiden. Deine Wortwahl war und ist beleidigend.
Und Du sitzt im Glashaus und wirfst mit Steinen, wenn Du von "uninformiert" sprichst. Ist es eine Kurzschlussreaktion, wenn der Bodyscanner bereits in einigen Ländern im Einsatz ist und in USA seit April 2008 evaluiert wird? Das sind 20 Monate Evaluierungsprozess...
Und gerne kann man die von Dir angedeutete (angebliche) andere Art und Weise zum effektiveren Schutze vieler Menschen auch noch mal so lange evaulieren - in einem ausreichend langen Evaluierungszeitraum wird sowohl die Kontrollmethode als auch die tatsächlich von Terroristen in Erwägung gezogenen Mittel eines Anschlages überholt sein... es wird immer ein Katz-und-Maus Spiel sein, ähnlich wie bei den Hackern und Sicherungs-Systeme. Zu jedem Schloss wird ein Schlüssel gefunden, dennoch schreckt das Schloss zumindest den absoluten Grossteil ab.
Interessant übrigens auch der Ansatz der Israelis: Menschen statt Maschinen - da werden die Flugäste nach Gefahrpotential anhand ethnischer Herkunft und persönlicher Vergangenheit klasszifiert und sogar gelabelt. Gleichheitsgrundsatz adé, lasst uns nur auf Vorurteil und Verdacht kontrollieren....
Und pauschal wird sicher niemand seine ganze persönliche Freiheit gegen eine absolute Sicherheit eintauschen. Letztere wird es sowieso nicht geben. Und bei der Sicherheitsdiskussion geht es nur um (mehr oder weniger - je nach persönlicher Ansicht) Einschnitte einzelner Freiheiten...
"Wer Freiheit durch Sicherheit eintauscht, wird am Ende beides verlieren." mag vielleicht knackig klingen, ist aber so pauschal meiner Meinung nach auch nur ein polemischer und unzutreffender Spruch.
Und Du sitzt im Glashaus und wirfst mit Steinen, wenn Du von "uninformiert" sprichst. Ist es eine Kurzschlussreaktion, wenn der Bodyscanner bereits in einigen Ländern im Einsatz ist und in USA seit April 2008 evaluiert wird? Das sind 20 Monate Evaluierungsprozess...
Und gerne kann man die von Dir angedeutete (angebliche) andere Art und Weise zum effektiveren Schutze vieler Menschen auch noch mal so lange evaulieren - in einem ausreichend langen Evaluierungszeitraum wird sowohl die Kontrollmethode als auch die tatsächlich von Terroristen in Erwägung gezogenen Mittel eines Anschlages überholt sein... es wird immer ein Katz-und-Maus Spiel sein, ähnlich wie bei den Hackern und Sicherungs-Systeme. Zu jedem Schloss wird ein Schlüssel gefunden, dennoch schreckt das Schloss zumindest den absoluten Grossteil ab.
Interessant übrigens auch der Ansatz der Israelis: Menschen statt Maschinen - da werden die Flugäste nach Gefahrpotential anhand ethnischer Herkunft und persönlicher Vergangenheit klasszifiert und sogar gelabelt. Gleichheitsgrundsatz adé, lasst uns nur auf Vorurteil und Verdacht kontrollieren....
Und pauschal wird sicher niemand seine ganze persönliche Freiheit gegen eine absolute Sicherheit eintauschen. Letztere wird es sowieso nicht geben. Und bei der Sicherheitsdiskussion geht es nur um (mehr oder weniger - je nach persönlicher Ansicht) Einschnitte einzelner Freiheiten...
"Wer Freiheit durch Sicherheit eintauscht, wird am Ende beides verlieren." mag vielleicht knackig klingen, ist aber so pauschal meiner Meinung nach auch nur ein polemischer und unzutreffender Spruch.
von
:-) ich denke nicht, dass es beleidigend ist, wenn ich meine Meinung zum Niveau eines Bloggeschreibsels abgebe...Aber wer den leichtfertigen Umgang mit unserer Freiheit befürwortet und sich dabei derart uninformiert zeigt, hat diese Reaktion praktisch provoziert. "Der Schutz vieler Menschen" kann sicherlich auf andere Weise deutlich sinnvoller realisiert werden als durch irgendwelche Kurzschlusshandlungen.
Und Hinweise auf die Freiwilligkeit von Flugreisen im Gegensatz zum Besuch irgendwelcher Webseiten erspare ich mir...auch bleibt das mein letzter Kommentar...
Nochwas zum denken (für die, die es interessiert) - "Wer Freiheit durch Sicherheit eintauscht, wird am Ende beides verlieren."
Und Hinweise auf die Freiwilligkeit von Flugreisen im Gegensatz zum Besuch irgendwelcher Webseiten erspare ich mir...auch bleibt das mein letzter Kommentar...
Nochwas zum denken (für die, die es interessiert) - "Wer Freiheit durch Sicherheit eintauscht, wird am Ende beides verlieren."
von
also ich find die kollumne immer wider toll..man(n) sollte einfach den witz in der ganzen sache verstehen und dann is alles easy....
und silium...beleidigend werden muss nich nich sein...ich schließe mich da meinen vorrednern an..
und silium...beleidigend werden muss nich nich sein...ich schließe mich da meinen vorrednern an..
von
Von "freiheitlichen Grundrechten" reden und im selben Post die freie Meinungsäußerung kritisieren und beleidigend werden...was soll man dazu noch sagen!?!?
Ich empfinde dumme Menschen übrigens als dumm...
Ich empfinde dumme Menschen übrigens als dumm...
von
@ Silium:
Zum Glück schreibst Du keine Kolumne - denn ausser substanzloses Beschimpfen mit wenig Niveau wäre darin nichts zu finden. Und frei von Wortwitz und Satire wäre sie zudem.
Aber auch objektiv würdest Du gefährliches Halbwissen verbreiten, wie in Deinem Kommentar. Beispiele:
Die Experten sind sich also einig, dass der Body-Scanner den verwendeten Sprengstoff (übrigens PETN) nicht gefunden hätte? Diese Meinung hast Du ziemlich exklusiv. Denn Einigkeit besteht darüber keineswegs! Aber Du weisst das anscheinend alles besser...
Schönes Eigentor ist auch Dein Hinweis auf die "Freiwilligkeit" der Fussspuren und dass wir angeblich gezwungen werden, gescannt zu werden. Niemand wird zum Fliegen gezwungen. Als Passagier steige ich freiwillig in ein Flugzeug. Und ich lasse mich gerne für MEINE EIGENE Sicherheit gründlich untersuchen.
Ich persönlich halte eine Leibesvisitation (auf gut Deutsch "Betatschen") für die seine Freiheiten einschneidendere Variante. Ein (die Genitalbereiche ausgrauendes und ) anonymisiertes "Bodyscan" Bild stört mich weniger als "begrabscht" zu weren. Aber das ist Geschmacksache. Ich nehme es für meine Sicherheit sowohl beim Betreten eines Fussballstadions, eines Konzertes oder eines Flugzeuges gerne in Kauf, um mich danach sicherer auf dem Massen-Event zu fühlen. Und genau die der potentiell gefährdeten Personen ist doch der wahre Grund, weshalb die Freiheiten an dieser Stelle beschnitten werden. Es geht hier um den Schutz vieler Menschen.
Übrigens empfinde ich schlecht durchdachte und recherchierte Kommentare mit doch recht unsachlichen Beschimpfungen ("wissensbefreites Partygirlie", "hirnloses Geschwafel" etc.) und wenig fundierter Kritik als wesentlich schlimmer als diese zudem noch satirisch witzig gemeinte Kolumne.
Wenigstens sind wir der gleichen Meinung, dass Denken und Schreiben miteinander verbunden sein sollten - ich glaube nur, dass Du Dich da an die eigene Nase fassen solltest...
Zum Glück schreibst Du keine Kolumne - denn ausser substanzloses Beschimpfen mit wenig Niveau wäre darin nichts zu finden. Und frei von Wortwitz und Satire wäre sie zudem.
Aber auch objektiv würdest Du gefährliches Halbwissen verbreiten, wie in Deinem Kommentar. Beispiele:
Die Experten sind sich also einig, dass der Body-Scanner den verwendeten Sprengstoff (übrigens PETN) nicht gefunden hätte? Diese Meinung hast Du ziemlich exklusiv. Denn Einigkeit besteht darüber keineswegs! Aber Du weisst das anscheinend alles besser...
Schönes Eigentor ist auch Dein Hinweis auf die "Freiwilligkeit" der Fussspuren und dass wir angeblich gezwungen werden, gescannt zu werden. Niemand wird zum Fliegen gezwungen. Als Passagier steige ich freiwillig in ein Flugzeug. Und ich lasse mich gerne für MEINE EIGENE Sicherheit gründlich untersuchen.
Ich persönlich halte eine Leibesvisitation (auf gut Deutsch "Betatschen") für die seine Freiheiten einschneidendere Variante. Ein (die Genitalbereiche ausgrauendes und ) anonymisiertes "Bodyscan" Bild stört mich weniger als "begrabscht" zu weren. Aber das ist Geschmacksache. Ich nehme es für meine Sicherheit sowohl beim Betreten eines Fussballstadions, eines Konzertes oder eines Flugzeuges gerne in Kauf, um mich danach sicherer auf dem Massen-Event zu fühlen. Und genau die der potentiell gefährdeten Personen ist doch der wahre Grund, weshalb die Freiheiten an dieser Stelle beschnitten werden. Es geht hier um den Schutz vieler Menschen.
Übrigens empfinde ich schlecht durchdachte und recherchierte Kommentare mit doch recht unsachlichen Beschimpfungen ("wissensbefreites Partygirlie", "hirnloses Geschwafel" etc.) und wenig fundierter Kritik als wesentlich schlimmer als diese zudem noch satirisch witzig gemeinte Kolumne.
Wenigstens sind wir der gleichen Meinung, dass Denken und Schreiben miteinander verbunden sein sollten - ich glaube nur, dass Du Dich da an die eigene Nase fassen solltest...
von
satire ist wenn man trotzdem lacht :) ich für meinen teil verstehe die diskussion auch nicht, denn das ganze wird am ende auf ein strichmännchen rauslaufen, bei dem entweder was blinkt oder nicht. damit sollte niemand ein problem haben und ausserdem: wer will mich schon nackt sehen? *hehe*
von
Unfassbar ist noch harmlos beschrieben, wenn ich soviel Halbwahrheiten aus dem Mund eines scheinbar wissensbefreiten Partygirlies lesen muss. Ich empfinde schlecht recherchierte Gedanken nicht nur als dumm, sondern zudem auch noch gefährlich. Es sind nicht linke Socken, die sich über solch tiefen Eingriffe ins Privatleben aufregen, sondern Menschen die an freiheitliche Grundrechte denken. Wer überall seine Fußspuren hinterlässt tut das freiwillig...aber wenn man dazu gezwungen wird ist das eine ganz andere Situation. Besonders wenn sich die Experten einig sind, dass ein Nacktscanner den letzten Anschlagsversuch aufgrund des speziellen Sprengstoffes nicht einmal bemerkt hätte.
Tu uns den Gefallen und äussere Deine Meinung doch bitte wieder in der Schülerzeitung und verschone uns mit solch hirnlosem Geschwafel...manchmal liest vielleicht auch einer mit, dessen geistiger Horizont nicht auf die Bekleidungsauswahl des nächsten Wochenendes beschränkt ist...
Natürlich ist das auch nur meine Meinung...aber ich glaube halt das denken und schreiben miteinander verbunden sein müssen...
Tu uns den Gefallen und äussere Deine Meinung doch bitte wieder in der Schülerzeitung und verschone uns mit solch hirnlosem Geschwafel...manchmal liest vielleicht auch einer mit, dessen geistiger Horizont nicht auf die Bekleidungsauswahl des nächsten Wochenendes beschränkt ist...
Natürlich ist das auch nur meine Meinung...aber ich glaube halt das denken und schreiben miteinander verbunden sein müssen...
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