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Rubrik:Musik, Szene, Interview
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Interview: The Pusher - The Art Of Hit Music
The Pusher haben erst kürzlich ihr Debütalbum „The Art Of Hit Music“ auf den Markt gebracht. Die Songs lassen viel Persönlichkeit der Band erkennen und sind alle grundsätzlich hitverdächtig. Wie der Titel des Albums eben schon sagt – Hit Music! Musikalisch würde man sie grob im Pop-Rock Bereich ansiedeln, doch wer genau hinhört, kann weitaus mehr Einflüsse erkennen. Erste Live-Eindrücke ihres neuen Albums geben sie aktuell als Support-Band für Sunrise Avenue, mit denen sie auf Europa Tour sind. Im Januar folgt dann eine eigene kleine Tour durch Deutschland. (Alle Termine hier)

Nachtagenten (NA): Wie der Titel Eures Debütalbum schon sagt, „The Art of Hit Music“, jeder Titel könnte ein #1 Hit sein. Wieso diese Perfektion?
John: Wir haben für das Album 16 Songs aufgenommen und nur die besten genommen.
Jakke: Es ist ein Konzeptalbum. Ein Album, das auf der Idee von Hits aufbaut, aber in unserer Art und Weise, denn es ist unsere Art Hits zu machen. Unser Ziel war, dass sich die Plattenfirmen in den verschiedensten Ländern unterschiedliche Singleauskopplungen sich raussuchen können. Wahrscheinlich wird das nächste Album ganz anders.
Karl: Und dazu kommt, dass Hits unsere Leidenschaft sind.
NA: Es ist eine gute Voraussetzung, wenn alle Mitglieder aus einem anderen Genre kommen.
Jakke: Ja. Das hilft uns wirklich sehr. Denn auf der einen Seite sind wir unterschiedlich was den Geschmack und die Vorliebe an der Musik betrifft und genauso im persönlichen Bereich. Aber wir sind zum Teil auch gleich, denn wir alle lieben Hit Musik. Auch im Persönlichen haben wir viele Gemeinsamkeiten und nur wenige Differenzen. Es hilft auf jeden Fall, denn es kommen Einflüsse von anderen Seiten, an die ich selbst nie gedacht habe.
NA: Sind die Lyrics persönlicher Natur oder sind es einfach nur Themen, die jeder nachvollziehen und verstehen kann?
Jakke: Nein, sie sind wirklich sehr persönlich. Sie sind unsere Tagebücher mit all den eigenen Erfahrungen. Wir haben sie ein bisschen verbogen und geformt, so dass sie hoffentlich jeder verstehen kann.
Karl: Aber unsere Texte sind kein offenes Buch, das auf dem Tisch liegt.
Jakke: Genau. Wir wollen niemandem den Text hinlegen nach dem Motto, „So sieht’s aus. Ich erkläre es dir.“. Wir wollen, dass die Leute nachdenken. Ich liebe es, wenn die Leute traurig, nachdenklich oder glücklich werden. Das Schlimmste ist, wenn Leute das Konzert verlassen oder das Album gehört haben und komplett unberührt sind.
NA: Wir sind im Nachtleben tätig. Also geht Ihr gerne mal feiern und tanzt die ganze Nacht durch?
Pontus: (leichtes Kopfschütteln) Nein. (Lautes Gelächter)
Jakke: Wir sind sehr ruhige und einfach Jungs und meistens mit einem guten Buch in der Hand.
NA: Okay, also was mögt Ihr lieber, Club oder Pub?
Karl: Club-Pub
Jakke: Clupub
Pontus: Am besten ist es als erstes in den Pub zu gehen und danach in den Club.
Jakke: Und danach vielleicht wieder in den Pub.
Karl: Es kommt auf die Stimmung drauf an.
John: Ich würde behaupten auf Tour gehen wir mehr in die Clubs und daheim in Stockholm eher in die Pubs.
NA: Habt Ihr für unsere Partyliebhaber irgendeinen Geheimtipp im Stockholmer Nachleben?
Jakke: Wenn man im Sommer da ist, sollte man zu Debaser Slussen (Debaser Slussen Karl Johans Torg 1, 111 30 Stockholm Tel +46 (0) 8 30 56 20 www.debaser.se) gehen. Das ist einer unserer Lieblingstipps in der Südhälfte von Stockholm.
Karl: Oder Trädgården, was so viel heißt wie Garten. Das ganze hat Ähnlichkeit mit Berlin.
Jakke: Das ist unter der großen Brücke, die man auf Fotos sieht.
Karl: Und in Stockholm gibt es viele junge Menschen, die Berlin lieben.
Jakke: Und beides liegt im südlichen Teil von Stockholm.

Karl: Ich glaub, da gab es zwei Momente. Der erste war, als wir vor ein paar Jahren einen kleinen privaten Gig in Stockholm hatten. Wir haben davor schon ein paar Drinks getrunken und waren gerade dabei alle Kabel richtig zu verbinden. Auf einmal hörten wir einen Knall und ein „Auuua, auuua. Ich bin einfach hingefallen.“ Und als wir uns umdrehten, war John von der Bühne gefallen. Man hat nur die Hände in der Luft gesehen. Und der zweite Moment war in Hamburg.
Pontus: Das Video ist auch auf youtube zu sehen.
Jakke: Such nach „Jakke’s destroing tour". Ich spielte diese ruhige und harmonische Ballade. Es herrschte eine leicht düstere Stimmung und alle Hände waren oben. Ich bin zu Pontus und seinem Drumset gelaufen und hatte meinen Bass auf dem Rücken. Ich blieb mit meinem Bass im Drumset hängen und alles viel um. Ich dachte mir nur, "Mist", als unser Techniker kam und alles wieder hinstellte und hab versucht weiter zu singen. Als ich dann rüber zu John’s Keyboard gegangen bin, habe ich seine Power gekappt. Alles war leise aber das Pubikum half mir raus. Es war echt lustig. Ich konnte nicht glauben, wie eine Person in so kurzer Zeit so ein Desaster anrichten kann.
NA: Jeder erzählt mir jetzt über die Person die rechts von ihm sitzt, was diese machen würde, wäre sie kein Musiker.
Jakke: Okay, Pontus würde mit Essen oder Bier arbeiten. Zum Beispiel als Biertester, denn er ist auf jeden Fall ein Gourmet.
Pontus: Karl hätte bestimmt ein Bordell oder so was. (Alle lachen)
Karl: Oh ok. John wäre ein Ingenieur. Also irgendwas mit Technik oder ein Alien.
John: Jakke wäre wahrscheinlich ein Autoverkäufer mit einem breiten, weißen Grinsen. „Hey mein Freund. Ein billiges und gutes Auto! Es ist unbenutzt und es fährt...!“
Pontus: Karl du könntest auch irgendwas mit Geschichte machen.
Jakke: Yeah, oder Geschichtslehrer. (Und etwas leiser) Der mit all seinen Studentinnen schläft. Nun ja er liebt die Geschichtssendungen im TV und weiß eine Menge über den 1. und 2. Weltkrieg und vieles, vieles mehr.
NA: Okay, also was sind Eure Pläne für die Zukunft?
Jakke: Money, drugs and lots of sex - hopefully.
John: Das wäre toll. (Alle lachen)
Pontus: Wir starten im Januar unsere eigene Tour in Deutschland. Ich glaub mit ca. 20 Gigs. Danach haben wir eine Tour in Schweden geplant. Und dann ist auch wieder April oder so und die Festivalzeit steht an.
Jakke: Südafrika möchte, dass wir rüber kommen. Denn unser Single „Blinded by the Dark“ ist da wohl sehr oft gespielt in den Top 30. Und in Japan wird die Single im März released, also gehen wir dort wohl auch noch auf Tour.
Pontus: Yeah, und in Holland kommt die Single im Januar raus.
Jakke: Es stehen eine Menge Dinge an.









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