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Rubrik:Musik, Szene, Kultur
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Autor:Redaktion
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BASSart 2010

Das Festival für Audiovisuelle Gestaltung von Raum und Zeit. Plattform urbaner Kultur-Künstler aus Bayern, internationale Größen und tiefe Frequenzen am Samstag, den 15.05.2010 in München. Hier schon einmal ein Überblick, was Euch erwartet und das Interview mit dem Initiator des BASSart Festivals.
Wenn Künstler, Crews und Musiker, die jahrelang prägten, was „Subkultur“ genannt wird, zusammenkommen, kann dies nur eine außergewöhnliche Erfahrung werden. Am 15.05.2010 wird das BASSart Festival im Münchner Muffatwerk und dem Forum am Deutschen Museum wieder zur Plattform urbaner Kultur, zu einer Inszenierung von Künstlern und Besuchern, die sonst meist „underground“ anzutreffen sind. An BASSart 2009 beteiligten sich mehr als 130 BASSaktivisten und über 2.000 Besucher, 2010 eröffnet das Festival neue Dimensionen bei Vielfalt, Aktualität und fühlbarem BASSgenuss.

„Keine Ecke ohne audiovisuelle Gestaltung“, das hat sich der Veranstalter zum Ziel gesetzt. Sounds mit treibendem Bass von Live-Musikern und Plattentellern, interaktive Kunstperformances, Bildern und Installationen werden eine geballte Demonstration der vielfältigsten Kunstauffassungen erzeugen. Außenflächen, Mauerwerk, Böden und Decken der verschiedenen Standorte werden kreatives Betätigungsfeld für 15 Visuell Artist – ein Licht-Schauspiel mit beeindruckendem Anblick. Auch hier folgt die Mischung beteiligter Künstler dem Prinzip von BASSart. Das Festival schafft Spannungsbögen zwischen Subkultur und renommierten Künstlern, Autodidakten und Profis. BASSart begreift sich als lebendiges Gesamtkunstwerk und Inszenierung vielseitiger Ausdrucksformen und Stile, als aktuelle Bestandsaufnahme des internationalen Qualitätsniveaus urbaner Kreativität aus der Region und ein großes Fest für das Münchner Kulturjahr 2010.

Das BASSart Festival fand erstmals im Mai 2009 statt. In der Tradition der Bewegungen, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich geprägt haben – Skateboarding, Graffiti, Breakdance, HipHop und DJing – bietet BASSart eine Bestandsaufnahme urbaner Kultur, um gegenseitige Inspiration und daraus entstehende Vielfalt zu fördern. Nicht zuletzt wird demonstriert, wie vielfältig der Beitrag dieser Bewegungen zu kulturellem Leben und Gesellschaft ist. Gefördert wird das Festival vom Kulturreferat der Stadt München und der Kulturstiftung der Sparkasse München.
Nachtagenten Interview mit Dominik, BASSart Initiator


Nachtagenten: Was sind Deine Höhepunkte auf dem diesjährigen BASSart Festival?

Dominik: BASSart versteht sich als Gesamtkunstwerk. Als großes, lautes, audio-visuelles Festival bietet es Kunst und Performances vielfältiger Stilrichtungen und intensive Interaktion zwischen BASSaktivisten und Publikum. Künstler nutzen diese Plattform urbaner, regionaler Kunst und Kultur, um sich vorzustellen und München und die Region zu repräsentieren. BASSart ist nicht auf Profit aus, alle Beteiligten verzichten auf hohe Gagen und der Veranstalter dankt – wie 2009 schon - für dieses Vertrauen mit einer transparenten Planung, die für jeden Künstler auf Wunsch einsehbar ist. Nur durch das zahlreiche, oft ehrenamtliche Engagement lässt sich unsere große Aufgabe meistern. Allein das Zusammenkommen so vieler BASSaktivisten, Künstler und Teilnehmer ist somit ein Highlight. Vielen Dank hierfür, es ist euer Fest! Ein Höhepunkt ist das Sound-Engineering durch unseren Partner mdsPAtec, welches im Forum am Deutschen Museum mit Technik des Herstellers Kling & Freitag realisiert wird und für ein wuchtiges BASSerlebnis sorgen wird. Alle Räumlichkeiten werden von namhaften Visual Artists unter Regie unseres Partners doublevisions inszeniert! Die vielen einzelnen Kunstaktionen und Performances und nicht zuletzt die Auftritte der Musiker, DJs und Live-Acts werden BASSart zu einem Höhepunkt des Jahres machen. Der Blick in das Programm lohnt sich.

Nachtagenten: Welche Künstler sind auf BASSart zu erleben?

Dominik: Es ist schwierig, einzelne Künstler herauszustellen. Wir freuen uns über den kreativen Nachwuchs genau so, wie über etablierte Künstler. Gespannt sind wir auf die Ausstellung von Andrej Barovs Brain Art (vertont mit Musik von Brian Eno) im Studio des Muffatwerkes, die Auftritte von Schluck den Druck, den DJ Vize-Weltmeistern Deckpackers, der Frittenbude, den High Voltage Humans, Gilbert Martini, aber auch auf viele anderen Gigs. Wir freuen uns auch schon über die visuelle Gestaltung durch die vielen Top-VJs!

Nachtagenten:
Wie bringt man bei einem Festival dieser Größe die vielen verschiedenen Meinungen und Geschmäcker der vielen beteiligten Unterstützer unter einen Hut?

Dominik: Das ist natürlich nicht leicht und leider sind auch wir nicht immer von Zwist und Zank verschont geblieben. Das passiert eben, wenn viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen für ein Projekt zusammenkommen. Andererseits kann BASSart auch nicht Subkultur und „Street-Credibility“ für sich beanspruchen, ohne einen „Diss“ zu verkraften. Das gehört dazu, wie bei einem Sound Clash, einem DJ- oder Hip Hop Battle.

Nachtagenten: Hat BASSart eine Botschaft?

Dominik: BASSart heißt nicht nur Feiern. Als Plattform bietet BASSart Gestaltungsfreiheit. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wir wollen jungen Künstlern die Chance geben, sich selbst zu verwirklichen und die Ergebnisse einem großen Publikum zu präsentieren. BASSart heißt Bastler, Tüftler, Musiker, Künstler, Autodidakten und Profis willkommen und animiert sie, eine Stufe größer zu denken. Die kreative Schaffenskraft Münchens muss sich vor Berlin, Paris, London und NY nicht verstecken. Und BASSart fördert Verantwortungsbewusstsein. Unser Partner Skateistan unterstützt in Kabul unter Lebensgefahr Kinder und junge Menschen, die Partys gar nicht kennen. BASSart unterstützt diese wohltätige Organisation! Gemeinsam mit den unitedskateboardartsist und der Gallerie Richter & Masset verkaufen wir von namhaften Künstlern gestaltete Skateboards für den guten Zweck von Skateistan.

Nachtagenten:
Ein Wort zum Schluss?

Dominik: Je größer das Fest, desto größer die Chance, dass es ein BASSart 2011 gibt. Die geringen Eintrittspreise von EUR 13,- im VVK sind nur über eine große Besucherzahl zu halten. Für eine groß angelegte Werbung ist nicht genügend Geld da. Wir sind also auf die PR der Künstler, der zahlreichen Medien, wie z.B. euch Nachtagenten und aller Musik -und Kunstenthusiasten angewiesen. Macht gewaltig Wind und kauft eure Tickets im VVK, damit wir nicht wieder den Massenandrang an der Abendkasse wie im letzten Jahr haben. Wir freuen uns auf ein großes Fest mit euch!
Künstlerportrais auf www.bassartfestival.de
Ab der dritten Februarwoche 2010 sind auf der Internetpräsenz von BASSart die ersten Protraits teilnehmender Künstler online - viele weiter folgen in den nächsten Wochen.

Phase 1:
20.00 – 22.00 Uhr, BASSart Inspiration im Forum am Deutschen Museum

Phase 1 beginnt im Forum am Deutschen Museum. BASSaktivisten und Künstler stellen ihre Werke und Installationen aus und laden zur Interaktion ein. Dieses Jahr präsentieren sich u.a. die WCM (Writers Corner Munich) mit der Gestaltung einer Graffiti Wand, die Galeria Richter & Masset mit einer Kunstausstellung sowie die Klassik-DJane und Konzert-Pianistin Maria Nguyen-Nhu.

Phase 2:
22.00 - 6.00 Uhr, BASSart Resonanz im Forum am Deutschen Museum und dem Muffatwerk

Die Phasenverschmelzung in Resonanzräumen. Teilnehmer erfahren eine Live-Demonstration der Auswirkungen bassbetonter Musik und sowohl analoger, als auch digitaler, audiovisueller Gestaltung von Raum und Zeit.

Muffatwerk, Zellstraße 4
Forum am Deutschen Museum, Museumsinsel 1

Mehr Informationen unter:
www.bassartfestival.de
www.muffathalle.de

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