Die Registratur pres. Global Warming
Beschreibung:
Wer wissen will sich der Pop des neuen Jahrtausends anhört wird an The Twelves kaum vorbeikommen. Sicher, die Generation IPod hat eh alles schon gesehen und vermutlich das meiste auch gehört... aber mal ganz ehrlich: Habt ihr es auch verstanden? Vor lauter Nu-Rave-Gebratze überhört man da doch auch manchmal die zarten Zwischentöne, die sich zwar der Abfahrt nicht in den Weg stellen, trotzdem jedoch darüber entscheiden, wie sicher die Nummer einen dann schließlich abholt. Das Pop-Geheimnis. Die goldene Formel.
Das Glücksprinzip. Daran hat sich tatsächlich nichts geändert. Verstanden haben das jedenfalls jene zwei Knaben aus Rio, die in diesen Tagen das frisch geschlüpfte CRUX zurück ins Ei rocken werden.
Ja, den Gewölbekeller, den man bisher unter dem Namen Zerwirk kannte und liebte hat sich mittlerweile in einen Schmetterling verwandelt und heißt nun CRUX. Dieses wartet mit neuer Raumaufteilung, frisch gebohnertem Interieur und ordentlich geschniegelt und gestriegeltem Plattendrehpersonal auf. Der Freitag wird elektronisch im weitesten Sinne, womit man sich ja ein recht breites Feld offen zu halten versteht...
Das ist auf jeden Fall ziemlich Disco, das THE TWELVES Konzert gleich an den Anfang zu buchen war aber auch ein knackiger Schachzug. Aufgetaucht aus den Tiefen der zahllosen Internet-Blogs des unendlichen Dickichts des WWW, waren die beiden Brasilianer bereits Stars, lange bevor überhaupt auch nur ein physikalischer Tonträger von ihnen existierte. Die Initialzündung des Ruhmes war ihr Remix von M.I.A.’s „Boyz“, der die immer recht aufmerksame Bande von MODULAR auf den Plan rief, die ja seinerzeit unter den ersten waren, die Simian Mobile Disco und die Klaxons auf den Plan rief.
Für MODULAR’s New Young Pony Club entstand dann auch der nächste brutale Remix der beiden, der die Tore in den Pop-Olymp öffnen sollte. Nach weiteren Neubearbeitungen von Überfliegerin La Roux, den etablierten Herren der Groove Armada und sogar Aha’s „Take On Me“ erübrigten sich alle weiteren Worte.
Der so mächtige wie meinungsbildende HYPE MACHINE BLOG kürte jedes der neuen Stücke mit Chart-Platzierungen in den obersten Rängen und ihre Interpretation von Daft Punk’s „Night Vision“ errang nicht nur die Pole-Position, sonder trug ihnen international den Ruf ein, der new hot shit zu sein, wie man so schön sagt. Ihre Live-Show – so erzählt man sich – sei ein unfassbar rockendes Miteinander aus Keyboards, Drum Machines und einem Live-Remix-Mashup-Massaker, wie man es noch nicht vernommen hat, so dass selbst das zerstörteste Club-Ohr auf einmal wieder beginnt, Nuancen zu hören.
Das raved, das funkt das rockt. Bye bye Daft Punk, ciao MSTRKRFT. 21st century Pop war nie sweeter. Wie hieß das noch gleich? Ah ja... Everybody dance now!
Infos unter:
www.myspace.com/thetwelves
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